LINDWURMPRAXIS 12 Paula Borowiak
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Systemische Therapie

"Systemische Therapie" oder "Familientherapie"

Die Beziehungen zu den wichtigsten Menschen unserer Vergangenheit haben uns wesentlich darin geprägt, wie wir heute uns und die Welt erleben, wie wir fühlen, denken und handeln. Auch Ereignisse aus vorherigen Generationen können im eigenen Leben unterstützend oder belastend wirken.

Systemische Therapeuten verstehen deshalb Probleme als unbewusste Verstrickungen zwischen den Mitgliedern eines Systems.

Wir erleben in der Regel nur den Anderen in seinem Verhalten. Dass wir selbst mit unserem Fühlen, Denken und Handeln unsere Mitmenschen zum Reagieren bringen, nehmen wir oft nicht wahr.

Die eigene Geschichte erforschen

Im Rückblick auf die eigene Familiengeschichte erforscht der/die KlientIn, wo vielleicht Geborgenheit und Unterstützung, Nähe und Sicherheit gefehlt hat und wie diese Erfahrung von Mangel noch heute einschränkend wirkt.

Als Kinder waren wir dieser Dynamik in der Familie ausgesetzt, und die damals entstandenen Prägungen wirken noch heute in unseren Alltag hinein: stärkend, wenn unsere Umgebung fürsorglich und ermutigend war und schwächend, wenn das Selbstwertgefühl verletzt wurde. Der Prozess hat das Ziel, diese Verletzungen zu erkennen und zu heilen.

Familienaufstellung in der Einzelsitzung

Sie können mit Symbolen (Stofftieren, Figuren, Kissen) alle Themen aufstellen, die Sie innerlich bewegen: Ihre Familie, Ihre Arbeitskollegen, die Partnerin, innere Widersprüche, Gefühle, Ihre Krankheit, eine wichtige Entscheidung. So gewinnen Sie Ihre ganz eigenen Erkenntnisse.

Diese Arbeit spricht Gefühl und Körper direkt an. Es gibt verschiedene Varianten der Aufstellungsarbeit, je nachdem, was für den Klienten gerade wichtig ist.

Die Aufstellung der Vorfahren

Die Aufstellung mit mehreren Generationen kann sehr verblüffende Ergebnisse haben. Manchmal konnten schlimme Ereignisse in der Vergangenheit nicht verarbeitet werden: Tod und Trauer, Verrat, von der Familie Ausgeschlossene, verlassene Geliebte, uneheliche oder weggegebene Kinder, tragische Schicksale, Kriegstragödien. Die hierdurch unterbrochene Verbundenheit kann bei den Nachfolgenden zu schweren Belastungen führen: Wut, Angst, Depression, fehlender Lebensmut u.v.m.

Durch die Arbeit in der Einzelaufstellung oder durch die Ahnenarbeit besteht die Chance, aufzudecken, hinzuschauen und so, durch anerkennen und annehmen, auch heilen zu lassen. Es geht in jedem Falle nie um Urteile, immer nur um die Suche nach dem Lebens- und Liebesfluss, nach dem Frieden im System.

Ahnenarbeit

Manchmal ist eine Störung im System nicht durch die Aufstellung allein aufzulösen. In dem Fall kann die Ahnenarbeit hilfreich sein:
Man sucht in der Vergangenheit, wo die Blockade bei einer bestimmten Person entstanden ist. Mit Hilfe der Atempause oder der Klopfakupressur wird der damals ungelöste Konflikt bearbeitet. Durch Zuwenden und Zuhören kann vielleicht nachgeholt werden was damals durch die gegebenen Umstände nicht möglich war.

Systemische Familientherapie, München
© Lindwurmpraxis 12, Paula Borowiak
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